Über uns

Die Corona-Krise hat die Benachteiligung von Frauen nicht nur schonungslos gezeigt, sondern verstärkt sie zusätzlich. Wir fordern die Bundesregierung auf, die strukturelle Diskriminierung von Frauen bis 2030 abzubauen.

Gemeinschaft, Zusammenhalt, ein Leben mit Möglichkeiten für freie und selbstverantwortliche Entscheidungen, mit gleichberechtigter politischer und gesellschaftlicher Teilhabe – das ist es, was Frauen für sich wünschen, was sie anstreben und zu Recht fordern, ganz gleich mit welcher Lebens- und Karriereplanung. Mit der #frauenpetition treten wir für eine Gesellschaft ein, in der unser Leben und unsere Wirtschaft so organisiert werden, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. 

Dazu gilt es, ein neues wirtschaftliches, soziales und ökologisches Miteinander zu fördern mit neuen Wegen für die Bildung beruflicher und privater Gemeinschaften. Strukturen lassen sich so gestalten, dass sie die tief im Menschsein verankerten Bedürfnisse entfalten: Persönliche Entwicklung, Kooperation und Fürsorgearbeit.

Die aktuelle Krisensituation macht nicht nur sichtbar, welche Bereiche für eine stabile Gesellschaft besonders relevant sind, sondern auch dass diese  zum Großteil von Frauen getragen werden: Frauen leisten in Deutschland schlechter bezahlte Arbeit, und das überwiegend in systemrelevanten Berufen. Sie müssen erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen, sobald sie Mütter werden. Frauen übernehmen zudem überwiegend die unbezahlte Sorgearbeit im Haushalt, bei der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen. 

Diese Tätigkeiten werden gesellschaftlich nicht angemessen wertgeschätzt, sie werden unzureichend bezahlt und steuerlich nicht ausgeglichen. Das hohe Maß an Belastung ist jetzt überschritten. Viele Alleinerziehende, Familien und Partnerschaften stehen vor unlösbaren Aufgaben, ihre Belastungen werden zur Zerreißprobe. Frauen nehmen neben den finanziellen Einbußen gravierende Einschränkungen im Hinblick auf eine unabhängige Lebensführung und Karriere hin. Altersarmut und fehlende Altersvorsorge  sind langfristige finanzielle Folgen dieser nicht länger hinzunehmenden Diskriminierung.

Im Zuge von Corona sind weitere Petitionen entstanden. Ihre und die Forderungen der #frauenpetition ergänzen sich gegenseitig: Aufruf der Pflegefachkräfte, der Arbeitnehmer*innen im HandelAufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Equal Care Manifest, die Initiative #stattblumen Aufruf #halfofit an die Europäische Kommission und den Europäischen Rat.

Jetzt die Petition unterschreiben

und für eine Gesellschaft eintreten, in der gleichberechtigte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe für alle gilt.